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Bürgschaften A

Bürgschaft für Altersteilzeit

Definition :
Absicherung der Arbeitszeitguthaben (Wertguthaben) von Arbeitnehmern in Altersteilzeit.
Ablauf :
Gegen Ende seines Berufslebens entscheidet sich der Arbeitnehmer für das Angebot seines Arbeitgebers in Altersteilzeit zu gehen. In der so genannten aktiven Phase der Altersteilzeit arbeitet der Arbeitnehmer die volle, nach Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeitszeit, verzichtet dafür aber auf einen Teil seines Bruttolohns. In der passiven Phase arbeitet der Arbeitnehmer nicht mehr und erhält den in der aktiven Phase angesparten Teil seines Bruttolohns. Für den Fall der Insolvenz sichert die Bürgschaft den angesparten Bruttolohn ab.
Zielgruppe :
Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Altersteilzeitmodelle anbieten.
Hinweis :
Es erfolgt keine Absicherung von Lebensarbeitszeitkonten.

A Anzahlungsbürgschaft (Vorauszahlungsbürgschaft)

Definition :
Verbürgt werden Ansprüche des Auftraggebers auf Rückzahlung geleisteter Voraus- und Anzahlungen gegen seinen Auftragnehmer.
Ablauf :
Der Auftraggeber leistet eine Anzahlung an seinen Auftragnehmer etwa zur Abdeckung der Kosten für die Materialbeschaffung. Das Risiko des Verlustes dieser Vorleistung z. B. wegen Insolvenz des Auftragnehmers sichert die Anzahlungsbürgschaft ab.
Zielgruppe :
Unternehmen, die für Vorleistungen Anzahlungen verlangen, vereinbaren oder von ihren Auftraggebern angeboten bekommen.
 
A Bürgschaft zur Absicherung von Arbeitszeitkonten

Definition :
Absicherung von Arbeitszeitguthaben auf Ausgleichs- und Entgeltkonten.
Ablauf :
Die Mitarbeiter eines Unternehmens haben die Möglichkeit auf einem Arbeitszeitkonto Stunden aus Mehrarbeit anzusammeln. Lässt es das Arbeitsaufkommen zu, werden diese wieder abgebaut. Für den Fall der Insolvenz des Unternehmens werden die aufgelaufenen Zeitguthaben über eine Bürgschaft abgesichert.
Zielgruppe :
Unternehmen, deren Mitarbeiter flexible Arbeitszeitregelungen nutzen.
Hinweis :
Abgesichert werden kurzfristige Arbeitszeit- und Entgeltkonten, die in der Regel innerhalb eines Jahres auf- und abgebaut werden.
 
A Bürgschaft zur Absicherung von Architekten- und Ingenieurleistungen

Definition :
Anzahlungs-/Vorauszahlungsbürgschaft für Architektenleistungen.
Ablauf :
Ein Architekt/Ingenieur übernimmt nach Baufertigstellung die Bau-/Objektbetreuung in der Gewährleistungsphase. Das Honorar steht ihm grundsätzlich erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist zu. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Architekt/Ingenieur die Mängel zu betreuen (Überwachung und Dokumentation nach dem Leistungsbild des § 15 HOAI, Leistungsphase 9) ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Die Bürgschaft sichert den Anspruch des Bauherren auf Rückzahlung des Honorars für den Fall der Insolvenz des Architekten ab.
Zielgruppe :
Architekten/Ingenieure.
 
A Ausführungsbürgschaft

Definition :
Sicherheit für die Einhaltung der vom Auftragnehmer gegenüber dem Auftraggeber übernommenen vertraglichen Verpflichtungen zur Ausführung bis zur (Gebrauch) Abnahme des Gewerkes.
Ablauf :
Der Auftragnehmer hat aus dem Werkvertrag Verpflichtungen zu erfüllen. Zur Absicherung dieser Leistungsverpflichtungen des Auftragnehmers lässt sich der Auftraggeber z. B. für den Fall der Insolvenz des Auftragnehmers eine Bürgschaft als Sicherheit geben. Mit Abnahme der Leistung wird die Bürgschaft zurückgegeben.
Zielgruppe :
Bauunternehmen, Bauhandwerker, Bauträger und Generalunternehmer, Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie des Garten- und Landschaftsbaus.
Hinweis :
Ist auch Bestandteil der Vertragserfüllungsbürgschaft. Konventionalstrafen sind nicht Gegenstand der Bürgschaft. Die Bürgschaftssumme beträgt in der Regel 10 % vom Auftragswert. A

Bürgschaft nach § 1a Arbeitnehmerentsendegesetz, § 28e Sozialgesetzbuch IV
Definition :
Absicherung des Regresses, wenn der Unternehmer Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitnehmerentgelte zahlt, die der von ihm beauftragte Subunternehmer oder Arbeitnehmerverleiher nicht erbracht hat.
Ablauf :
Ein Unternehmer (A) beauftragt einen anderen Unternehmer (B) mit der Erbringung von Bauleistungen. A haftet für die Verpflichtung von B zur Zahlung des Mindestentgelts und zur Abführung der Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeiter des B. Den Erstattungsanspruch gegen B lässt A sich durch eine Bürgschaft absichern.
Zielgruppe :
Unternehmen, die als Nachunternehmer mit der Erbringung von Bauleistungen beauftragt werden oder Arbeitskräfte leihen.

 

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